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100 Jahre Gesellschaft für Hopfenforschung, Forschung zum Anfassen begeistert Tausende Besucher

 Mit einem hochkarätig besetzten Symposium, einem Festabend und einem Tag der offenen Tür hat die Gesellschaft für Hopfenforschung ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert. Rund 160 geladene Gäste aus Politik, Wissenschaft, Hopfenwirtschaft, Brauwirtschaft und Landwirtschaft nahmen am Symposium und am Festabend teil. Am darauffolgenden Tag nutzten rund 2.500 Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, das Hopfenforschungszentrum Hüll kennenzulernen und Forschung hautnah zu erleben.

Den Auftakt bildete das Jubiläumssymposium, das die Entwicklung der Hopfenforschung von ihren Anfängen bis zu den Herausforderungen der Zukunft in den Mittelpunkt stellte. In einem Talk diskutierten der Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft für Hopfenforschung, Dr. Michael Möller, und der Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, Stephan Sedlmayer, über die seit mehr als fünf Jahrzehnten bestehende partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Gesellschaft für Hopfenforschung und LfL. Historiker Günther Thömmes zeichnete anschließend die Anfänge der Hopfenforschung in Hüll nach, bevor Dr. Sebastian Gresset einen Überblick über aktuelle Forschungsschwerpunkte und zukünftige Herausforderungen für den Hopfenbau gab.

Großes Interesse fanden auch die vier Fachexkursionen zum Biodiversitätslehrpfad Eichelberg mit der IGN, zur Firma Hopsteiner in Mainburg, zum Betrieb Schönauer gemeinsam mit dem Hopfenring sowie zur Hopfenveredlung St. Johann von HVG und BarthHaas. Sie verdeutlichten eindrucksvoll, wie eng Forschung und Praxis entlang der gesamten Wertschöpfungskette miteinander verbunden sind.

Beim anschließenden Festabend stand vor allem der Dank im Mittelpunkt. In seiner Festrede würdigte Dr. Michael Möller die vielen Menschen, die den Forschungsstandort Hüll in den vergangenen 100 Jahren geprägt haben. Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hob in ihrer Festrede die herausragende Bedeutung des Hopfenforschungszentrums für Bayern und die internationale Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Hopfenbaus hervor.

Der Tag der offenen Tür entwickelte sich schließlich zu einem großen Publikumserfolg. Rund 2.500 Besucherinnen und Besucher informierten sich an acht interaktiven Stationen über den Wissenstransfer von der Forschung in die Praxis. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Hopfenforschungszentrums erläuterten aktuelle Forschungsprojekte zu Hopfenzüchtung, Pflanzenschutz, Nachhaltigkeit, Biodiversität, Digitalisierung und Ressourceneffizienz. Besonders großes Interesse fanden das neue Pflanzenschutzzentrum sowie die modernen Versuchseinrichtungen, die erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurden.

„Unser Ziel war es, Forschung transparent zu machen und zu zeigen, wie vielfältig die Arbeit in Hüll ist. Die enorme Resonanz und das große Interesse der Besucher haben unsere Erwartungen deutlich übertroffen. Das ist eine schöne Bestätigung für die Arbeit aller Beteiligten“, resümierte Dr. Michael Möller.

Die Gesellschaft für Hopfenforschung bedankt sich herzlich bei allen Referenten, Gästen und Partnern sowie insbesondere bei den zahlreichen Sponsoren, die das Jubiläumswochenende und die vier Fachexkursionen überhaupt erst möglich gemacht haben.

Ein besonderer Dank gilt AB InBev und der Busch Farm. Sie stellten ihr Gelände für den Festabend zur Verfügung und unterstützen den Forschungsstandort Hüll seit vielen Jahrzehnten in hervorragender Weise. Diese vertrauensvolle Zusammenarbeit ist ein wichtiger Baustein für die erfolgreiche Entwicklung der Hopfenforschung und Ausdruck der engen Verbundenheit zwischen Wissenschaft und Praxis.

Mit dem Jubiläumswochenende hat die Gesellschaft für Hopfenforschung nicht nur auf ein Jahrhundert erfolgreicher Forschung zurückgeblickt. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Herausforderungen der Zukunft, vom Klimawandel über Nachhaltigkeit bis hin zur Digitalisierung, nur gemeinsam bewältigt werden können. Das starke Netzwerk aus Wissenschaft, Wirtschaft, Hopfenpflanzern, Handel, Brauwirtschaft und Politik bildet dafür auch in Zukunft das Fundament der Hopfenforschung in Hüll.